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Hautprobleme

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Baden Sie doch mal in Öl

Baden ist schlecht für trockene Haut, heißt es. Das gilt nicht für Ölbäder, die die Haut mit Fett versorgen. Aber welches Bad ist das richtige?

Rund 30 bis 40 Prozent der Deutschen leiden unter trockener Haut, Frauen häufiger als Männer ? bei den über 50-Jährigen ist es jede zweite. Die Haut der Betroffenen enthält zu wenig Feuchthaltefaktoren, und der Wassergehalt der Hornschicht ist zu gering. Zudem fehlen hauteigene Fette: Ceramide, Triglyzeride, Cholesterol und freie Fettsäuren. Diese sorgen dafür, dass die "Fugen" mit den Hornzellen eine intakte Barriere bilden und den Wasserverlust der Hornschicht regulieren.

Pflege in der kalten Jahreszeit besonders wichtig

Neben Feuchthaltefaktoren braucht trockene Haut also auch Fett. Jetzt im Winter umso mehr, weil sich an kalter Luft nicht nur weniger Hautfett bildet, sondern auch, weil der Wasserverlust durch trockene Heizungsluft und durch kalte Luft noch erhöht ist. Ölbäder können die Hautbarriere wieder aufbauen. Diese pflegenden Badezusätze enthalten einen hohen Anteil an pflanzlichen Ölen, etwa Soja-, Erdnuss- oder Jojobaöl. Sojaöl beispielsweise ist bekannt für seinen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren wie Linolsäure und Gamma- Linolensäure.

Empfindliche Haut? Reizarme Präparate wählen

Ölbäder umgeben die Haut mit einem Lipidfilm, der das Austrocknen der Haut vermindert. Regelmäßig angewendet glätten sie auch sehr trockene Haut und geben ihr Geschmeidigkeit zurück. Menschen mit besonders empfindlicher Haut sollten Präparate wählen, die nur geringe, am besten gar keine Zusätze an Parfüm, Farb- und Konservierungsstoffen enthalten. Manche Ölbäder gibt es auch mit hautberuhigenden und reizlindernden Zusätzen. Dazu gehören zum Beispiel Kamille und die Substanzen Polidocanol, Bisabolol und Dexpanthenol.

Ölbad ist nicht gleich Ölbad

Ölbäder gibt es in zwei Formen, die beide ihre Vor- und Nachteile haben:
Spreitende Ölbäder: Hier vermischt sich der Ölanteil nicht mit dem Badewasser, sondern schwimmt auf der Oberfläche, ähnlich wie die Fettaugen auf der Suppe. Die Hornschicht quillt während des Badens auf und kann beim Ausstieg aus der Wanne vermehrt Fettstoffe aufnehmen. Außerdem haben spreitende Ölbäder den Vorteil, dass sie praktisch ohne Emulgatoren auskommen ? gut für Menschen mit empfindlicher, zu Unverträglichkeitsreaktionen neigender Haut.

Emulgierende Ölbäder: Sie enthalten Emulgatoren, die bewirken, dass sich das Öl fein im Wasser verteilt. Viele Anwender empfinden Ölbäder dieses Typs als angenehmer. Dafür ist der rückfettende Effekt etwas weniger stark ausgeprägt.

Seit einiger Zeit gibt es Spreitungsbäder mit emulgierendem Anteil. Vorteil: Die Haut wird gepflegt sowohl durch feinste Ölpartikel während des Badens als auch durch den Ölfilm auf der Wasseroberfläche, der sich beim Verlassen des Badewassers wie ein Schutzfilm auf die Hautoberfläche legt.

Nicht reiben, lieber tupfen

Nach dem Baden sollten Sie die Haut nur leicht trockentupfen und nicht stark abreiben. Bleiben Sie nicht länger als 15 Minuten in der Wanne. Die Badewassertemperatur sollte unter 38 °C liegen. Wenn größere Hautverletzungen, Hautkrankheiten, Herzschwäche oder fieberhafte Erkrankungen vorliegen, dürfen Vollbäder nur nach Rücksprache mit dem Arzt genommen werden.